Nachhaltigkeit & Koexistenz im MTB Sport

Am 29. Mai 2026 sprachen auf einer Podiumsdiskussion an der Cycle Week in Zürich Pro Natura, Schweizer Wanderwege, Fairtrail und Swiss Cycling über die Koexistenz (gemeinsame Wegnutzung), und ihre Rolle für das Mountainbiken aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Perspektive. Die nationalen Organisationen sind sich einig, dass die Koexistenz eine gute Grundlage für eine nachhaltige Ausübung und Förderung des Sports ist - wenn entsprechende Massnahmen ergriffen werden, darunter: Ressourcen für Netzplanung & Umsetzung, Wegunterhalt, stellenweise Entflechtung durch eigene Infrastruktur und flächendeckende Sensibilisierung.

Die ganze Diskussion gibt es hier als Züritrails Antenne Podcast sowie auf allen gängigen Podcast Portalen zu finden.

Die wichtigsten Einblicke ins Gespräch in der Übersicht:

Andreas Boldt, Projektleiter Freizeitaktivitäten & Naturschutz bei Pro Natura Schweiz:

Wenn man für verschiedene Nutzungsformen zu viele eigene Angebote macht, dann braucht es mehr Raum, es wird mehr gebaut, die Kanalisierung geht verloren - das wäre aus ökologischer Sicht sicher die schlechtere Lösung. Deshalb haben Pro Natura Schweiz und die weiteren Umweltverbände bereits vor 8 Jahren ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet und die Koexistenz auf Wegen grundsätzlich befürwortet. Es ist die beste Lösung. Es gibt Einzelfälle wo man darüber diskutieren kann, und dort kann dann entflechtet werden.”

Zum Thema Sensibilisierung möchte ich betonen: Es geht nicht nur um Sensibilisierung zwischen verschiedenen Nutzern, sondern auch ganz grundsätzlich zum Verhalten in der Natur draussen. Und Sensibilisierung ist nie fertig: Es kommen immer neue Leute dazu, neue Rahmenbedingungen - das ist den Verantwortlichen in Behörden oft nicht so präsent - es werden tolle Projekte gemacht, die laufen dann bis zu einem Stichtag und dann sei das Problem gelöst. Es muss aber immer weitergehen.

Luise Rohland, Vorstandsmitglied Swiss Cycling & IG MTB ZH:

Wenn man sieht, wie viel im Kanton Zürich im Wald und auf Trails gebiket wird, merkt man schnell: Das funktioniert nur, wenn man das bestehende Wegnetz gemeinsam nutzt. Das heisst ich treffe als Bikerin oft auch Wanderer - und wir müssen gut aneinander vorbeikommen. Dort wo die Frequenzen beider Nutzergruppen allerdings zu hoch sind, z.B am Uetliberg, funktioniert das nicht auf jedem Weg und es braucht Lösungen zur Entflechtung. Das ist dann gleichzeitig auch eine tolle Chance den Sport mit spezifischer Infrastruktur zu fördern."

Olivia Grimm, Bereichsleitung Wanderwege bei den Schweizer Wanderwegen:

Wir hören aus den Kantonen, dass gemeinsam genutzte Wege - je nach Steilheit und Frequenzen - zu mehr Unterhaltsaufwand führen. Die Herausforderung ist nicht unbedingt, dass es mehr Aufwand gibt, sondern es stellen sich die Fragen: Wer bezahlt den Unterhalt? Und wer ist dafür zuständig? Mit dem Veloweggesetz gibt es nationale Grundlagen, die Kantone müssen nun ihre Wegnetzplanungen machen und die Ressourcen zur Verfügung stellen. Der Knackpunkt ist, dass der Mountainbike-Sport den entsprechenden Grundlagen voraus ist, deshalb sollen jetzt nicht nur Konzepte geschrieben werden, sondern auch Ressourcen gesprochen werden für den Sport.

Kevin Suhr, Projektleiter bei einem Planungsbüro und von Fairtrail Graubünden:

Was wir in unserer Arbeit bei Frequenzmessungen sehen: Sobald wir attraktive Bike-Angebote schaffen, nehmen die Frequenzen auf anderen Wegen ab - dort wo man vielleicht weniger Biker haben will. Und: Verbote funktionieren nur bei genügend attraktiven Angeboten. Bei der der Schaffung von zielgruppengerechten Angeboten nimmt der Druck auf das ganze Wegenetz definitiv ab.

Sensibilisierung für Koexistenz ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Im Kanton Graubünden hat die Wanderwegsorganisation bereits in den 90er-Jahren gesagt: Nur der gemeinsame Weg ist der richtige Weg. Das läuft jetzt seit über 30 Jahren so, mittlerweile haben wir alle Akteure am Tisch - von den Ämtern bis zu den Interessensorganisationen. Und Koexistenz bedeutet in Graubünden nicht nur Wandern & Biken, sondern auch Wegnutzung & Natur sowie überlagernde Nutzungsformen wie Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Die aktuelle kantonale Sensibilisierungskampagne läuft 4 Jahre und kostet rund 3 Millionen Franken.”

Ein Zwischenfazit – 1. GV der IG MTB Zürich

1. GV der IG MTB Zürich
28. Mai 2025

Nach der Gründung der IG MTB Zürich im August 2026 haben wir im Rahmen der Cycle Week unsere erste GV abgehalten. Nach Begrüssung und Fomalien (Anwesenheitsliste, Stimmberechtigung, Stimmenzähler & Protokollführer) ging es direkt los. Seit der Gründung gab es Neuzuwachs auf Vereinsseite - der RV Embrach, VC Volketswil, RV Rieden Wallisellen und Büli Bike Trails sind inzwischen mit dabei.


Jahresbericht

Grosses Highlight sehr schnell nach der Gründung war die Veröffentlichung des MTB Konzept im Dezember 2025. 2024 war dazu dass Postulat überwiesen worden, damals noch war Züritrails involviert. Im Anschluss an die GV kommt auch Livio Peterer von der Fachstelle Veloverkehr zu Besuch und stellt das MTB Konzept vor - mehr Details dazu gibt es im Born.

In den Fokus rückt für die IG jetzt der Waldentwicklungsplan: Ein Instrument mit Richtplancharakter für den Wald. Der ist aktuell im Prozess, und birgt Risiken, dass das Biken im Wald potenziell eingeschränkt wird. Dies abzuwenden ist nun die nächste Herausforderung für die IG nach der Veröffentlichung des MTB Konzept.

Auf nationalem Level gibt es auch wichtige Entwicklungen. Seit der DV von Swiss Cycling im März zwei MTB-Personalien im Swiss Cycling Vorstand, darunter ein Vorstandsmitglied der IG MTB Zürich - Luise Rohland. 


Offizielles

Die Jahresrechnung und der Revisorenbericht werden vorgestellt. Das vergangene Jahr war speziell, weil noch keine Mitgliederbeiträge gesetzt waren - aber es gab eine Anschubfinanzierung durch Mitgliedervereine. Der Vorschlag für zukünftige Mitgliedschaftsbeiträge wurde einstimmig angenommen:

  • Vereine: CHF 1.00 pro Einzelmitglied, mindestens CHF 100
  • Verbände: Bei gegenseitiger Mitgliedschaft ist kein Mitgliedsbeitrag zu leisten.
  • Firmen: Mindestens CHF 100.00

Zum Abschluss gab es noch eine Neuwahl. Flavio Panzera, Präsident des VC Volketswil wird in Zukunft seinen Verein im Vorstand der IG MTB Zürich vertreten.


Wir freuen uns auf das nächste Jahr -
happy Trails und danke für euren Support!


Flurin Dörig, Markus Roth und Thomas Suter - eure Co-Präsidenten der IG MTB Zürich

Der MTB-Sport bekommt eine nationale Stimme: Doppelte Vertretung in den Swiss Cycling Vorstand gewählt

Der Schweizer MTB Sport braucht eine starke gemeinsame Stimme

Der MTB Sport begeistert nicht ohne Grund Hunderttausende in der Schweiz - unter anderem durch die Herausforderung, die gewonnene Freiheit, das Naturerlebnis und die vielfältigen Gesundheitsvorteile. Im Vergleich mit anderen Sportarten ist MTB in der Infrastruktur (d.h. Trails) zudem sehr günstig. Die häufig gestellte Frage: Warum müssen wir oft immer noch darum kämpfen, dass der Sport legal ist, statt dass Geld in die Weiterentwicklung investiert wird? Schliesslich hat es laut Sport Schweiz light 2022 fast doppelt so viel Mountainbikende wir Fussballspielende. Dafür braucht es eine starke Interessenvertretung - auf allen Ebenen, lokal/regional, kantonal und national. Bis zur kantonalen Ebene ist das Wachstum auch deutlich spürbar - mit mehr und mehr grossen Vereinen und inzwischen starken Kantonalverbänden wie in Bern, Zürich und Solothurn. Das Potenzial ist jedoch noch riesig. Und auf nationaler Ebene war die Vertretung bisher zersplittert - dadurch hat der Sport keine Durchschlagkraft bei zentralen Prozessen und der Politik.

Gleichzeitig werden in vielen Kantonen aktuell die (gesetzlichen) Weichen für die Zukunft des MTB-Sport gestellt und die Mountainbikewegnetze definiert. Es ist deshalb äusserst dringend das gemeinsame Potential zu nutzen und ein gemeinsames Sprachrohr mit Schlagkraft zu formen.

Diese Stimme muss Swiss Cycling sein - aber es braucht Veränderung

Die sechs Kantonalverbände BEBike, IG MTB Zürich, MTB Schwyz, IG MTB Kanton Solothurn, Mountainbike Nidwalden und Mountainbike Obwalden sind sich einig: Diese gemeinsame Stimme muss Swiss Cycling sein. Die Vereine im Mountainbike-Sport sind zwar vielfältig und setzen unterschiedliche Schwerpunkte – von Nachwuchsförderung über Breitensport bis hin zum Leistungssport. Dennoch sind sie alle auf dieselbe Infrastruktur und dieselben gesetzlichen Rahmenbedingungen angewiesen. Zudem kann es auf Bundesebene und gegenüber Swiss Olympic nur einen Ansprechpartner geben. Durch mehrere nationale Organisationen verliert der Sport an Glaubwürdigkeit und politischer Wirkung.

Swiss Cycling ist bereits klar als Ansprechpartner in den Ausbildungen, im Nachwachs und im Leistungssport etabliert und verfügt über ein wertvolles Netzwerk zu wichtigen Stakeholdern wie Swiss Olympic. Damit der Sport sein volles Potenzial entfalten kann, müssen Leistungs- und Breitensport jedoch stärker gemeinsam gedacht werden – unabhängig davon, ob der Schwerpunkt auf Infrastruktur, Nachwuchsarbeit, Wettkämpfen oder anderen Bereichen liegt.

Damit dies gelingt, braucht es jedoch auch Veränderungen. Teile der Mountainbike-Community haben sich bisher von Swiss Cycling nicht ausreichend vertreten gefühlt; Kompetenzen und Wertschätzung waren aus ihrer Sicht zu wenig sichtbar. Gleichzeitig bot eine Mitgliedschaft bei Swiss Cycling vielen Verbänden und Vereinen bislang zu wenig konkrete Mehrwerte und die Kosten einer Mitgliedschaft waren zu hoch.

Die Mountainbike Kantonalorganisationen suchen den Dialog

Dabei ist das Potenzial für eine stärkere Zusammenarbeit riesig. Aus Sicht der Kantonalverbände braucht es: 

  • ⁠Interessenvertretung auf nationaler Ebene:
    • Kompetente Vertretung in nationalen Gremien
    • Anschluss an Sportsystem CH und damit öffentliche Gelder und Einflussnahme für den Sport: Konkret eine funktionierende Zusammenarbeit mit dem Bund (Bundesamt für Sport), dem Dachverband für Sport (Swiss Olympic) sowie weiteren öffentlich- und privatrechtlichen Organisationen sowie anderen Radsportarten zur Nutzung von Synergien
    • Professionellere Koordination von MTB-Fachveranstaltungen auf nationaler Ebene
  • Unterstützung der kantonalen Ebene
    • Unterstützung (im Aufbau) der kantonalen Verbände
    • Austauschplattform zwischen den kantonalen Verbänden
  • Dienstleistungen für Vereine
    • Beratung, z.b. im juristischen Bereich
    • Aus- und Weiterbildungsangebote
    • Support bei Administration, etc.

Das kann Swiss Cycling nicht von heute auf morgen leisten - vor allem bei der geringen Mitgliederzahl, die heute auf der MTB-Seite bestehen. Um in diese Richtung gemeinsam starten zu können, wurden seitens der Kantonalverbände zwei zentrale Grundlagen formuliert:

1. Strategische Vertretung des Mountainbikesports im Vorstand: Die Perspektive der Vereine und Infrastrukturorganisationen soll direkt in die Verbandsstrategie einfliessen.

2. Ein funktionierendes und bezahlbares Mitgliedschaftsmodell: Lokale Vereine sollen ihre Mitglieder einfach und zu fairen Konditionen auch national anbinden können. Das bedeutet, dass der Passivmitgliedschaftsbeitrag, den Vereine pro Mitglied und Jahr zahlen, von CHF 10 auf CHF 5 reduziert werden muss.

Die Kantonalverbände sind damit proaktiv auf Swiss Cycling zugegangen. In den Gesprächen zeigte sich schnell, dass ein gemeinsames Zielbild zwischen Swiss Cycling und den Kantonalverbänden besteht, auf das wir gemeinsam hinarbeiten möchten.

Diese Voraussetzungen sind jetzt erfüllt

Bereits im Dezember hat der Vorstand von Swiss Cycling beschlossen, den Passiv-Mitgliederbeitrag von CHF 10 auf CHF 5 zu senken.Die neue Regelung wird ab 2027 gelten.

Mit der Wahl von Luise Rohland (rechts im Bild) und Alex Rufibach in den Vorstand ist nun auch die zweite zentrale Voraussetzung erfüllt: Vertreterinnen und Vertreter aus der Mountainbike-Community sind künftig direkt im Führungsgremium des Verbands vertreten. Zudem ist mit Luana Bergamin (links im Bild) eine Präsidentin gewählt, welche alle Bereiche des Radsports abdeckt, selbst auf dem Mountainbike unterwegs ist und die Infrastrukturbedürfnisse bestens einschätzen kann. Damit sind wichtige strukturelle Voraussetzungen geschaffen, damit sich kantonale Organisationen und Vereine stärker unter dem Dach von Swiss Cycling organisieren können.

Ab jetzt ist die Partizipation aller Kantonalverbände zentral

Die IG MTB Kanton Zürich und Züritrails sind Swiss Cycling bereits beigetreten, bisher als Infrastrukturorganisationen. Aus Züritrails Perspektive möchten wir ab nächstem Jahr mit rund 2’000 Mitgliedern auch als regulärer Verein Mitglied von Swiss Cycling werden und damit aktiv zum Aufbau einer breit abgestützten nationalen Struktur beitragen und die Stimme des Sports so verstärken. Gleichzeitig fängt nun die Aufbauarbeit an - es geht darum, die Bedürfnisse aller kantonalen Organisationen aufzunehmen, zu priorisieren und bei Swiss Cycling den richtigen Support aufzubauen.

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Damit haben wir im Januar gestartet. Es fand ein erster Workshop statt mit Vertretern der kantonalen Organisationen, um einen ersten Schritt zu machen. Ein direktes Resultat ist, dass seitens Swiss Cycling eine erste Präsidialkonferenz Anfang Sommer organisiert wird.

Der Kanton Zürich veröffentlicht die neue MTB Strategie

Der Kanton Zürich bestätigt die gemeinsame Wegenutzung und verpflichtet sich, kantonsübergreifend attraktive MTB-Infrastruktur zu schaffen.

Der Zürcher Regierungsrat hat das kantonale Mountainbike-Konzept beschlossen. Er beantwortet damit das 2024 überwiesene Postulat und denkt das Mountainbiken erstmals strategisch und kantonsweit. Die IG MTB Zürich begrüsst diesen Entscheid ausdrücklich - im Namen von rund 180’000 Bikerinnen und Bikern im Kanton.

Gemeinsame Wegenutzung als Kern der Strategie

Wie seit Jahren durch den Mountainbike-Sport kommuniziert, bestätigt der Kanton nach langem Zögern die Koexistenz. Biken auf dem bestehenden Wegenetz - inklusive Wanderwegen - ist grundsätzlich erlaubt. Dies ist nachhaltiger und ressourceneffizienter als den gesamten Bedarf an Trails mit eigener Infrastruktur abzudecken. Konflikte und Risiken können vermieden werden durch eine Kombination aus zusätzlichen, gezielten, attraktiven MTB-Strecken und der Sensibilisierung aller Waldbesuchenden. Die gesamte Strategie des Kantons Zürich basiert deshalb auf einem Miteinander statt auf Verboten: Biken, Wandern, Reiten, und alle anderen Waldbesuche sollen im Einklang mit der Natur funktionieren. 

Das MTB-Angebot im Kanton wird vervielfacht 

Gleichzeitig zeigt das Konzept auf - sogar mit dem gesamten bestehenden Wegenetz reicht der Bestand nicht aus, um den Bedarf an attraktiven Trails zu decken. Bis 2042 sollen darum neben einem neu signalisierten MTB-Wegnetz auf bestehenden 1 Meter-Wegen (Swisstopo) die MTB-spezifischen Angebote im Kanton vervielfacht und damit eine zusätzliche Lenkung erzielt werden. Die aktuell rund 15km MTB-Strecken sollen auf 50-80km ausgebaut werden. Zusätzlich sind rund 25 neue Skillscenter und Pumptracks vorgesehen. 

Es fehlt an Transparenz und Ressourcen zur Umsetzung

Wir begrüssen die ganzheitliche Vorgehensweise sowie die Verankerung der Koexistenz. Der Ausbau der Infrastruktur ist zwingend notwendig, um den Breitensport Mountainbike zu ermöglichen. Leider ist jedoch nicht klar, wie die Zahlen des Angebotsausbau entstanden sind und wie diese bis 2042 mit der wachsenden Beliebtheit des Sports weiterentwickelt werden können. Zudem ist bereits für die aktuell gesetzten Ziele nicht nachvollziehbar, wie personelle und finanzielle Ressourcen eingesetzt werden sollen und ob diese für die Realisierung der Massnahmen ausreichen.

Mehr zur kantonalen Mountainbike Strategie folgt

Um ein vollständiges Bild zum Konzept geben zu können, wird die IG in den kommenden Wochen eine umfassende Einschätzung veröffentlichen.

Kontakt

Für weitere Auskünfte steht die IG MTB Zürich gerne zur Verfügung.

Flurin Dörig, Co-Präsident
flurin.doerig@mtb-zh.ch
+41 76 348 02 17

Luise Rohland, Kommunikation
luise.rohland@mtb-zh.ch
+41 79 159 62 57

Zitate

Flurin Dörig, Co-Präsident IG MTB Zürich
«Wir begrüssen die klare Kommunikation des Kantons Zürich zur gemeinsamen Wegenutzung. Alle relevanten Stakeholder wurden für die Erarbeitung einer breit abgestützten MTB-Strategie einbezogen. Das Konzept ist ein guter Start – entscheidend ist jedoch seine Umsetzung. Dafür braucht es nachvollziehbare Berechnungen, genügend Ressourcen und einen konkreten Plan, sonst lassen sich die Ziele der Strategie nicht erreichen. Denn den Mountainbikesport müssen wir ganzheitlich fördern und gleichzeitig so lenken, dass mögliche Nutzungskonflikte ausgeschlossen und Natur, Wild und Landschaft geschont werden können.»

Thomas Suter, Co-Präsident IG MTB Zürich
«Damit eine attraktive MTB-Infrastruktur im Kanton Zürich entstehen kann, welche von den lokalen Mountainbikenden geschätzt und getragen wird, ist der Einbezug der Community zentral. Als Kantonalverband stehen wir mit der IG MTB ZH und den angeschlossenen Vereinen bereit, den Kanton bei dieser gemeinsamen Aufgabe zu unterstützen.»

Andrew Katumba, Alt-Kantonsrat SP und Erstunterzeichner Postulat
«MTB ist längst ein Breitensport - im Kanton Zürich gibt es rund 180’000 Bikerinnen und Biker. Mit dem MTB-Konzept erkennt auch der Kanton Zürich das nun an. Es schafft mit einer gemeinsamen Nutzung auf dem bestehenden Wegenetz endlich Klarheit und bietet wichtige Grundlagen für die anstehenden Arbeiten. Diese müssen gross gedacht werden - auch finanziell. Die geplanten Ressourcen stehen bisher in keinem Verhältnis zum Potenzial und den gesetzten Zielen. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, den Sport voranzubringen.»

Josy Beer, Geschäftsführerin Zürcher Kantonalverband für Sport
«Der Bikesport hat für Kinder und Jugendliche eine grosse Bedeutung. Entsprechend ist die Umsetzung der Strategie, die viel Ressourcen und Zeit in Anspruch nehmen wird, auch eine Investition für kommende Generationen. Für eine nachhaltige Entwicklung braucht es den Einbezug von Vereinen und Verbänden sowie eine gute Sensibilisierung, die alle Sportarten betrifft. Als Zürcher Kantonalverband für Sport unterstützen wir diesen Weg.»

Daniel Wäfler, Kantonsrat SVP und Präsident der parlamentarischen Gruppe Sport
«Der Sport braucht praktikable Lösungen und keine neuen Verbote. Das Konzept setzt auf Eigenverantwortung und schafft mit seinen Massnahmen Ordnung - das ist im Sinne aller, die sich in der Natur erholen möchten. Bei der Netzplanung ist es wichtig, dass neben der Zielsetzung für mehr attraktive Sportinfrastruktur auch die Bedürfnisse der Waldeigentümer und Landwirtschaft berücksichtigt werden.»

Daniel Heierli, Kantonsrat Grüne
«Wenn verschiedene Gruppen von Waldbesuchenden die gleichen Wege nutzen, ist ein respektvoller Umgang untereinander wichtig - dafür braucht es klare Sensibilisierungsmassnahmen. Die anstehende Netzplanung muss sicherstellen, dass attraktive Trails entstehen können und gleichzeitig die Natur geschützt wird.»

Marc Bourgeois, Kantonsrat FDP
«Das MTB-Konzept bildet eine wichtige Grundlage für den Mountainbikesport und viele Erholungssuchende. Es sorgt überdies für einen angemessenen Ausgleich der verschiedenen Interessen. Jetzt muss das Konzept konkretisiert und zum Leben erweckt werden, was nur unter engem Einbezug der Gemeinden gelingen kann. Zudem sollen auch private Akteure wie die IG MTB ZH einbezogen werden, beispielsweise mittels gezielter Leistungsaufträge. Nur so werden bedarfsgerechte Lösungen entstehen.»

Alec Wohlgroth, Initiator Aktion «Zäme Happy»
«Ich freue mich riesig, ist ganz im Sinne von «Zäme Happy» für die Koexistenz entschieden worden. Das ist ein Zeichen, auch gegenüber der ganzen Schweiz, wie Zürich für Toleranz und Offenheit einsteht. Nun liegt es an uns allen in Zürichs Naherholungsgebieten, diesem offiziellen Grundstein Sorge zu tragen! Für mich als Initiator der Aktion «Zäme Happy» ist das eine grosse Motivation, im kommenden Jahr weiter in Happiness zu investieren. Nur so sind wir zäme auf dem richtigen Weg!»

Ein starkes Sprachrohr für Bikende im Kanton Zürich

Im Podcast Züritrails Antenne wird die Gründung der Interessengemeinschaft Mountainbike Kanton Zürich beleuchtet.

Zu Gast im Podcast sind die Co-Präsidenten Markus, Thomas und Flurin, die Einblicke in die dringend notwendige Arbeit der neuen IG geben:

  • Der Grundstein: Erfahre, warum ein zentraler Ansprechpartner nötig ist und wie die IG darauf hinarbeitet, als offizielle Fachorganisation des Kantons anerkannt zu werden und einen Leistungsauftrag zu erhalten.
  • Politische Weichenstellung: Wir diskutieren das aktive Engagement der IG in Schlüsselprozessen, insbesondere bei der Mountainbike-Strategie und der Revision des Waldentwicklungsplans, um die Zukunft der Trails langfristig zu sichern.
  • Vision der Infrastruktur: Im Fokus steht die Förderung bedarfsgerechter und attraktiver MTB-Infrastruktur sowie die Erhaltung der uneingeschränkten Wegenutzung – immer unter der Prämisse der Koexistenz und des rücksichtsvollen Umgangs mit anderen Nutzergruppen und der Natur.
  • Mitmachen erwünscht: Wie kannst du als Mountainbiker oder Mountainbikerin diese Arbeit direkt unterstützen und so deinen Sport im Kanton stärken?

Höre rein und erfahre alles über die Organisation, die die Weichen für die Zukunft des Mountainbikens im Kanton Zürich stellt!